Stadt Brühl geht neue Wege beim Ausbau von Photovoltaikanlagen

Stadt Brühl geht neue Wege beim Ausbau von Photovoltaikanlagen
An Wand montierte Photovoltaikanlage; Copyright Stadt Brühl

Die Stadt Brühl hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 die städtischen Treibhausgasemissionen zu vermeiden beziehungsweise zu kompensieren, sodass eine Treibhausgasneutralität gewährleistet wird.
Dies hat der Rat der Stadt Brühl im integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) festgehalten. Um somit eine langfristige Reduktion von klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Anlehnung an das beschlossene Klimaschutzkonzept zu erreichen, wurde nun insbesondere der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen städtischer Gebäude vorangetrieben. Das Vorantreiben des Ausbaus ist eine fest verankerte Maßnahme im Handlungsfeld „Erneuerbare Energien und Energieplanung“ des IKSK.

So wurden in der ersten Jahreshälfte 2024 bereits einige Anlagen mit einer Gesamtleistung von 240 Kilowatt-Peak installiert. Der Begriff Kilowatt-Peak definiert die maximale Leistung von Photovoltaikmodulen unter Standartbedingungen.
Weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 260 Kilowatt-Peak sind bereits in der Errichtungsphase und sollen noch in diesem Jahr an das Stromnetz angeschlossen werden. Somit summiert sich die installierte Anlagenleistung im Jahr 2024 auf 500 Kilowatt-Peak. Der zu beobachtende Ausbautrend der zurückliegenden Jahre setzt sich somit fort und löst das bisherige Ausbaumaximum von 226 Kilowatt-Peak im Jahr 2021 ab. Der aktuelle Stand ist auf der Website einsehbar.

Erstmalig wurden in diesem Jahr auch drei Batteriespeicher in städtischen Schulen mit je 10 Kilowattstunden Speicherkapazität errichtet, welche mit Landesmitteln des Förderprogramms für Klimaschutz und Energiewende „progres.NRW“ finanziert wurden.

In Kombination mit kleinen PV-Anlagen (10 bis 20 Kilowatt-Peak) wird hierdurch eine Eigenverbrauchsquote von 80 bis 90 Prozent erzielt. Der restliche Teil der verbliebenen Dachflächen wurde ebenfalls mit PV-Anlagen belegt, dessen generierter Strom zu 100 Prozent ins Netz gespeist wird. Dank der Volleinspeisung profitiert die Stadt Brühl von einer höheren Einspeisevergütung.

Neben Dachflächen hat die Stadtverwaltung auch erstmalig eine Wand mit PV-Anlagen belegen lassen. Insgesamt wurden 23 Kilowatt-Peak entlang der Mauer des Schießstandes an der Bonnstraße installiert.
Dazu war zunächst eine Mauersanierung notwendig, sodass die Standsicherheit gewährleistet werden kann. In diesem Sommer wurde nun das Pilotprojekt der Fassaden-PV abgeschlossen, sodass ab sofort jährlich bis zu 9,7 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden können.

Hervorzuheben ist in diesem Jahr ebenfalls die Installation von PV-Anlagen auf neun Dächern des städtischen Klärwerks, welche in Summe eine Anlagenleistung von 200 Kilowatt-Peak aufweisen. Auch hier konnte aufgrund der hohen Eigenverbrauchsquote (mind. 80 Prozent) eine Zuwendung der progres.NRW Förderung in Höhe von 250.000 € erzielt werden.

Ausführliche Informationen zum integrierten Klimaschutzkonzept, Photovoltaik und weiteren Themen zur Klimaanpassung stehen auf der Website bereit. 

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