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Gestaltung Bahnhof und Umfeld

Das historische Bahnhofsgebäude und seine unmittelbare Umgebung bedürfen vor dem Hintergrund ihrer exponierten Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Welterbestätten einer städtebaulichen Neuordnung, Aufwertung und Umgestaltung.
Saniertes Bahnhofsgebäude kurz vor der Fertigstellung
Großbildansicht Saniertes Bahnhofsgebäude kurz vor der Fertigstellung

Die Stadtverwaltung arbeitet seit längerer Zeit an einer Lösung.

Die bauliche und denkmalpflegerische Sanierung des Bahnhofsgebäudes, steht kurz vor der Fertigstellung (siehe Bild). Ein Betreiber für die Gastronomie ist gefunden. Bürgermeister Dieter Freytag rechnent mit einer Eröffnung im April 2015.

Weiterhin verfolgt wird das Ziel, auch das Umfeld des Bahnhofes neu zu gestalten.

Der Brühler Stadtrat hatte im April 2009 eine Entwurfsplanung zur Umgestaltung des Brühler Bahnhofs und des Bahnhofsumfeldes im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten beschlossen. Im anschließenden Abstimmungsprozess mit den beteiligten Behörden konnte über den Entwurf aber keine Einigung erzielt werden. Beauftragt wurde nur die Sanierung des Bahnhofsgebäudes

Neues Konzept

Bahnhofsgebäude, Vorplatz und Radstation in Planung als Modellskizze Architekturbüro Büder + Menzel
Großbildansicht Bahnhofsgebäude, Vorplatz und Radstation in Planung als Modellskizze Architekturbüro Büder + Menzel

Ein neues Konzept zur Umgestaltung wurde dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung am 20.11.2014 durch den Brühler Architekten Manfred Menzel (Architekturbüro Büder + Menzel) vorgestellt. Anders als in der zunächst favorisierten Variante wird die Buswendeschleife nun in den Bereich der nördlich an den Bahnhof angrenzenden Grünfläche eingeplant. Dort mussten in den letzten Jahren zahlreiche Bäume gefällt werden, sodass die Fläche auch aus städtischer Sicht für den Busverkehr genutzt werden kann.

Das Land NRW hatte eine solche Planvariante favorisiert, weil durch die Busverlagerung der Bahnhofsvorbereich und die Blickbeziehung zwischen Schloss und Bahnhof verbessert werden könnte.

Die Planung umfasst neben der Sanierung des Bahnhofsgebäudes, die kurz vor der Fertigstellung steht, folgende Bausteine:

  • die gestalterische Aufwertung und Erneuerung der Verkehrsflächen vor dem Bahnhof und Betonung der Sichtachse zwischen Bahnhof und Schloss Augustusburg;
  • die Neuordnung der öffentlichen Verkehrsfunktionen und Schaffung einer Buswendeschleife außerhalb der Sichtachse zwischen Bahnhof und Schloss;
  • die bauliche Erweiterung der Radstation inkl. des Neubaus eines Toiletten- und Kioskgebäudes;
  • die barrierefreie Umgestaltung der Bahnsteigzugänge durch Senkrechtaufzüge.
Das Kostenvolumen wird auf gesamt 5,24 Mio. € geschätzt und gliedert sich wie folgt:
  • 1,63 Mio. € Verkehrsanlagen inkl. Platzgestaltung
  • 1,37 Mio. € Hochbaumaßnahme Umbau - Radstation
  • 1,48 Mio. € Senkrechtaufzüge
  • 0,76 Mio. € Planungskosten
Der Fördersatz im Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" beträgt 66 %, städtische Eigenmittel 33 % = 1,75 Mio. €.

Gestaltungsplan Bahnhofsvorplatz Brühl
Großbildansicht Gestaltungsplan Bahnhofsvorplatz Brühl

Bahnhofsgebäude wird saniert

Brühler Bahnhof um 1875. Der 1961 abgerissene historische Uhrenturm soll wieder neu gebaut werden.
Großbildansicht Brühler Bahnhof um 1875. Der 1961 abgerissene historische Uhrenturm soll wieder neu gebaut werden.

Im Oktober 2009 erhielt die Stadtverwaltung einen Zuwendungsbescheid aus dem Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung über 800.000 € für die Sanierung des Brühler Bahnhofsgebäudes. Abweichend von der Antragstellung, die dem gesamten Bahnhofsumfeld galt, wurde nur die Hochbaumaßnahme "Sanierung des Bahnhofsgebäudes" gefördert.

Vorentwurf für die Restaurierung mit Uhrenturm
Großbildansicht Vorentwurf für die Restaurierung mit Uhrenturm

Zugesagt ist eine Förderung von 100.000 € im Jahre 2011, 300.000 € in 2012 und 400.000 € in 2013. Nachdem der Zuwendungsbescheid vorlag, wurde der auf einer ersten Kostenschätzung beruhende Investitionsbedarf der Gebäudesanierung durch das Architektur-Büro Büder & Menzel überprüft und die Maßnahmen zur Sanierung mit dem Landeskonservator und der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt. Die Prüfung ergab einen wesentlich höheren Betrag, als zum Zeitpunkt der Antragsteilung geplant. Die Gesamtkosten liegen danach 2,1 Millionen Euro.

Trotz gestiegener Gesamtkosten wird es eine Änderung der Zuwendung nicht geben. Die Verwaltung hat inzwischen für die übrigen Maßnahmen, wie die Aufzugsanlage zu den Bahnsteigen, Umbau des Bahnhofsumfeldes, Erweiterung der Radstation, Neubau Kiosk und WC-Anlage einen Einplanungsantrag beim Nahverkehrsverbund Rheinland gestellt - Gesamtvolumen 3,6 Millionen Euro.

Ziel ist es, die historische Gestalt eines der ältesten Bahnhofsgebäude des Rheinlandes zu erhalten. So werden die urspünglich vorhandenen Klapp-Fensterläden im ersten Obergeschoss wieder angebracht, der abgerissene Uhrenturm neu aufgebaut.

Der Bahnhof wurde 1845 anlässlich des Besuchs der Königin Victoria von England fertiggestellt.

Im Inneren sieht die Planung moderne Nutzungsmöglichkeiten und einen hellen Gastraum vor, Fachwerk-Wände werden freigelegt und die historische Treppe als Kunstwerk saniert. Das Restaurant im Erdgeschoss wird ebenfalls erneuert und zu einem hellen Gastraum mit 80 Sitzplätzen ausgebaut.

Nach der Fertigstellung soll das komplette Gebäude verpachtet werden.

Im Rahmen des Programms sollte die Sanierung von Teilbereichen des Bahnhofsgebäudes durchgeführt werden. Geplant waren der Abbruch und Neubau des Nebengebäudes, die Einhausung der Lüftungsanlage, eine Brandschutzertüchtigung des Treppenhauses und eine Haustechniksanierung.

Desweiteren sind die Sanierung des Sockels, die Erneuerung der einfachverglasten Fenster sowie der Einbau von denkmalgerechten Fenster-Klappläden vorgesehen.



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Weitere Informationen:

Kontakt:

Abteilungsleiter Stadtplanung

Markus Lamberty
Uhlstraße 3 (Rathaus, Zi. A 119)
50321 Brühl
Telefon: 02232 79-5180
Fax: 02232 79-5190
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