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Strukturen

Angesichts leerer Kassen wird die Forderung laut, dass sich die Kommunen auf die gesetzlichen Pflichtaufgaben zurückziehen sollen. Gefragt wird zu Recht: "Was können wir uns leisten, was wollen wir uns leisten? Welche freiwilligen kulturellen und sozialen Projekte sind für das Zusammenleben in der Kommune unverzichtbar?" Ohne Frage ist die Lokale Agenda eine freiwillige Aufgabe.

Angesichts leerer Kassen können es sich die Verwaltungen jedoch nicht leisten, auf die Verankerung der Nachhaltigkeit im alltäglichen Verwaltungshandeln zu verzichten. Denn nur so wird sicher gestellt, dass die schrumpfenden personellen und finanziellen Möglichkeiten möglichst effektiv und zukunftsorientiert eingesetzt werden.

Die Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio hat sich in besonderer Weise an die Kommunalverwaltungen gewandt und sie aufgefordert, den Prozess der Lokalen Agenda gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten. Deren Wissen, deren praktische Kompetenz, deren Hoffnungen und Träume sollen in die Gestaltung des Gemeinwesens einbezogen werden. Der Verwaltung kommt dabei die Aufgabe zu, Strukturen zu schaffen, die das bürgerschaftliche Engagement ermöglichen, unterstützen und fördern. Das bedeutet, verbindliche Strukturen zu schaffen, die den Prozess verstetigen, vernetzen und verlässlich absichern, als Grundvoraussetzung für ein auf Langfristigkeit angelegtes ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Prozess der Lokalen Agenda.

Der Fachbereich

Die Modernisierung der Verwaltung bietet vielfältige Ansatzpunkte, das Prinzip der Nachhaltigkeit zu verankern und deutlich zu machen, dass die Lokale Agenda als langfristiger Prozess und als Motor eines nachhaltigen Verwaltungshandelns gewollt ist. In Brühl hat der Bürgermeister die Umstrukturierung der Ämter in Fachbereiche genutzt, den Fachbereich Stadtentwicklung und Bauordnung Abteilung Stadtentwicklung, Umwelt u. Lokale Agenda zu bilden, in dem die zentralen Umweltdienstleistungen zusammen gefasst sind.

Die MitarbeiterInnen

Um die Lokale Agenda in der Verwaltung zu verankern und bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung Brühl Verständnis und Unterstützung für nachhaltiges Verwaltungshandeln zu entwickeln, braucht es informierte und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher ist die Fortbildung und Qualifizierung der MitarbeiterInnen ein unverzichtbarer Bestandteil der Lokalen Agenda. Im Jahr 2000 hat die Agentur für Nachhaltigkeit GmbH "Agenda-Transfer" eine interne Fortbildung in der Verwaltung durchgeführt, in der sich MitarbeiterInnen aus fünf Fachbereichen und die Gleichstellungsbeauftragte gemeinsam über die Rolle der Verwaltung im kommunalen Agenda-Prozess verständigt haben.

Um alle Beschäftigten in den Prozess der Lokalen Agenda einzubeziehen, wurde von einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe die "Umwelterklärung der Stadt Brühl" erarbeitet und vom Bürgermeister zum Handlungsgrundsatz erklärt. Sie fordert von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönliches Engagement ein, nennt Ziele für die ganze Stadtverwaltung und setzt auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen.

Auch das verwaltungsinterne "Informationsblatt des Bürgermeisters" veröffentlicht regelmäßig Themen zum schonenden Umgang mit Energie und Wasser, zur Nutzung von Recyclingpapier und zum umweltverträglichen Beschaffungswesen. Darüber hinaus werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem JobTicket, den Dienstfahrrädern, mit der Teilnahme der Verwaltung an StattAuto und den gasbetriebenen Fahrzeugen im Fuhrpark Angebote für umweltbewusstes Mobilitätsverhalten gemacht. Alle DezernentInnen und FachbereichsleiterInnen sind gefordert, eigenverantwortlich an den vorgegebenen Zielen der Umwelterklärung zu arbeiten.

Der Ausschuss für Lokale Agenda und Umwelt

Der Ausschuss für Lokale Agenda und Umwelt hat unter anderem die Aufgaben eines "Agenda-Ausschuss" übernommen. Er wird über alle Agenda-Projekte der Verwaltung zeitnah informiert, diskutiert diese inhaltlich und entscheidet ggf. über die Vergabe von Haushaltsmitteln. Grundsatzentscheidungen wie die Durchführung einer Zukunftskonferenz sind dem Rat der Stadt vorbehalten.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V

Städte, die erfolgreich an der Lokalen Agenda arbeiten, vernetzen sich regional wie überregional, um sich gegenseitig zu unterstützen, Ressourcen effektiv zu nutzen und um gemeinsam an Zielen der Lokalen Agenda zu arbeiten. Deshalb haben sich in NRW auf der Basis der Beschlüsse von Rio und Johannesburg über 125 Kommunen, Organisationen, Vereine und Verbände in der "Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V." (LAG 21 NRW) zusammen gefunden. Neben den Städten und Kreisen reicht das Spektrum der Mitglieder über Gewerkschaften, den Landessportbund, den Bund Deutscher Forstleute / Landesverband NRW und die Kirchen bis zu Ehrenamtlichen. Die Stadt Brühl ist Gründungsmitglied der LAG 21.



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Kontakt:

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Uhlstraße 3 (Zi. A 127)
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Telefon: 02232 79-5141
Fax: 02232 79-5190
verschlüsselte Mailadresse

Fachbereich Kultur

Roland Mohlberg
Steinweg 1 (Zi. B 320)
50321 Brühl
Telefon: 02232 79-2630
Fax: 02232 79-2690
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