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Schloss Augustusburg

1725 bis 1768 für den Kurfürsten Clemens August nach den Plänen von Conrad Schlaun und später Francois de Cuvillies auf den Resten der 1689 gesprengten erzbischöflichen Wasserburg der Kölner Kurfürsten aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Bedeutendstes Werk des Barock im Rheinland. Weltberühmt ist das Treppenhaus von Balthasar Neumann. Das Schloss, der Schlosspark mit seinen Blumenanlagen und das rund 37 ha große Waldgelände sind das Ziel zahlreicher Besucher von nah und fern.
Großbildansicht Schloss Augustusburg Ostansicht

1689 sprengten fremde Truppen die vom Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg errichtete Landesburg; ein Stadtbrand vernichtete fast alle Häuser. Nach dieser Katastrophe erhielt Brühl neuen Auftrieb, als Kurfürst Clemens August 1725 auf den Trümmern der Wasserburg durch Conrad Schlaun und später Francois de Cuvilliés Schloss Augustusburg mit dem weltberühmten Treppenhaus von Balthasar Neumann erbauen ließ.

Zwei Motive veranlaßten Clemens August zum Bau an dieser Stelle: die Schönheit des Ortes und seine günstige Lage für die Falkenjagd, die der Fürst mit Leidenschaft betrieb. Nach der Entlassung Conrad Schlauns entwickelte Cuvilliés 1728 einen neuen Gesamtplan für die Umgestaltung und Verbesserung des durch seinen Vorgänger eben erst vollendeten Rohbaus. Er nahm dem Bau seinen Charakter als Wasserburg und wandelte ihn um in eine moderne Residenz.

Architekt Balthasar Neumann

1740 weilte der Architekt Balthasar Neumann zum ersten Mal in Brühl und in den folgenden Jahren kam er zu kurzen Arbeitsaufenthalten für die Planung des Treppenhauses. Die Ausführung überließ Neumann dem kurkölnischen Hofarchitekten Michael Leveilly und seinem ausgezeichneten Künstlerstab. Zwischen 1747 und 1750 malte Carlo Carlone die Deckenfresken im Treppenhaus, in den anschließenden Sälen und in der Nepomukkapelle.

Als Clemens August 1761 starb, waren die Arbeiten an der Hauptraumfolge noch im Gange. Der Nachfolger Kurfürst Max Friedrich von Königsegg (1761-1784) vollendete diese Räume nach den Plänen seines Vorgängers.

1768 war die Augustusburg nach einer Bauzeit von mehr als 40 Jahren fertiggestellt.

In den Wirren der Französischen Revolution ging das Kurfürstentum Köln 1794 unter. Französische Truppen besetzten das Schloss und verschleuderten alle verbliebenen Möbel. Als Napoleon 1804 das Schloss besuchte, soll er es schön gefunden und bedauert haben, dass es keine Räder habe. Er schenkte es 1809 seinem Marschall Davoust, der es völlig verkommen ließ.

Schloss im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen

1815 ging das Schloss in preußischen Besitz über. Die Rettung des Bauwerks ist König Friedrich Wilhelm IV. zu verdanken, der sich 1842 erstmals für längere Zeit hier aufhielt und eine Restaurierung der Räume anordnete. Schloss Augustusburg diente nach den Sicherungs- und Erneuerungsarbeiten 1876/77 wieder als Residenz, wenn Kaiser Wilhelm I. an den Herbstmanövern in der Eifel teilnahm. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt. Eine Sprengbombe fiel 1944 in den Nordflügel und 1945 traf eine Artilleriesalve den Hauptflügel. Bereits im gleichen Jahr begannen die dringendsten baulichen Wiederherstellungsarbeiten, denen eine umfassende Restaurierung des gesamten Baubestandes folgte.

Heute befindet sich das Schloss im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen und diente bis zum Umzug nach Berlin dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland als Repräsentationssitz.

Schloss Augustusburg, Schloss Falkenlust und der Park wurden 1984 als Gesamtanlage in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt (UNESCO) aufgenommen.

Schlösser Augustusburg und Falkenlust als 360 Grad-Panoramen

Abbildung Internetseite panoramen.nrw-tourismus.de
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Weitere Infos im WWW:

  • www.schlossbruehl.de
    Link zur Internetseite der Schlossverwaltung Brühl mit Informationen über die Schlösser Augustusburg und Falkenlust.
  • www.gartenkunst-beitmann.de
    Link zur Seite von Bert Beitmann über Wanderung durch deutsche Barockgärten u.a. durch den Schlosspark Brühl.


Kultur in Brühl

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