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D-Paintings

Sie sind Zeugnis für die Liebesbeziehung eines der faszinierendsten Künstlerpaare des 20. Jahrhunderts und Sensation für die Kunstwelt zugleich, denn noch nie zuvor waren sie in der Öffentlichkeit zu sehen: Max Ernsts 'D-Paintings'. Jene 34 Arbeiten, die Max Ernst der amerikanischen Malerin Dorothea Tanning im Verlaufe ihres gemeinsamen Lebens geschenkt hat, wurden im März 2000 erstmals im Max-Ernst-Kabinett der Stadt Brühl gezeigt.

Jedes Jahr ein Bild

D-Paintings  (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2007
D-Paintings
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Der Mitbegründer surrealistischer Malerei war im Jahre 1942 erst wenige Monate mit der amerikanischen Kunstsammlerin Peggy Guggenheim verheiratet, als er von ihr einen Auftrag erhielt, der bald das Ende ihrer Ehe bedeuten sollte: "Es schneite heftig, als er an der Tür klingelte. Auf der Suche nach Bildern für eine Ausstellung, die den Titel 'Dreißig Frauen' tragen sollte, ... forschte [Max Ernst] nach Begabungen im Bukett hübscher junger Malerinnen, die nicht nur hübsch waren, wofür sie nichts konnten, sondern die sich auch als Künstlerinnen sehr ernst nahmen", wird Tanning in ihrer Autobiografie 'Birthday' rückblickend über diese erste Begegnung berichten.

Max braucht nur einige Augenblicke, um das Schachbrett im Atelier der neunzehn Jahre jüngeren Malerin Dorothea Tanning zu entdecken. Bald spielen sie wie besessen und nach einer Woche kommt Max wieder, um für immer zu bleiben. 34 Jahre werden die beiden Künstler von nun an miteinander verbringen, werden zunächst fast 10 Jahre in ihrem selbsterbauten Haus in Sedona/Arizona, ab 1954 in der französischen Touraine in Huismes und später im südfranzösischen Seillans leben und arbeiten. Dort in Seillans entsteht nach den Plänen Tannings ein Wohnhaus mit zwei Ateliers Neben der Pariser Wohnung der beiden in der Rue de Lille wird Seillans zum Ernsts Arbeitsplatz der letzten Lebensjahre.

Es werden 34 Jahre sein, in denen Max seiner Dorothea jedes Jahr ein Bild malen und schenken wird. Bis zum heutigen Tag hat Dorothea Tanning, die im August 2000 ihren 90. Geburtstag feierte, sich nie von den Bildern getrennt. Für das kleine Städtchen zwischen Köln und Bonn, das seine Bekanntheit lange Zeit über das UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Augustusburg und das Phantasialand bezogen hat und zuletzt durch das verheerende Zugunglück traurige Berühmtheit erlangte, ist es ein bedeutendes Signal, dass die amerikanische Malerin sich nun entschlossen hat, die Bilder just in der Geburtsstadt ihres Mannes zu zeigen, die sich lange Zeit mit dem künstlerischen Visionär schwer tat.

Nur zwei der 34 Bilder für Dorothea sind in der Vergangenheit öffentlich zu sehen gewesen. Beide zeigen das charakteristische 'D', welches den Dorothea-Bildern ihren Namen gibt. Ob auch die anderen 32 Bilder - originale Arbeiten Öl auf Leinwand und Holz, eine Assemblage sowie Collagen das 'D' aufweisen werden? Was zeigen die Bilder, die ganz unromantisch mit D1942 bis D1975 gekennzeichnet sind?

Für Kunstliebhaber jedoch steht fest: die 34 Arbeiten, die im Jahr 2000 in Brühl gezeigt wurden, ermöglichten einen konzentrierten Blick auf das Spätwerk Max Ernsts. Auch für Dr. Jürgen Pech, damals Leiter des Max-Ernst-Kabinetts, war diese Ausstellung ein einzigartiges Unterfangen.





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