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Ordnungspartnerschaften

Den Auslöser, Ordnungspartnerschaften in Nordrhein-Westfalen zu gründen, gab eine Umfrage des Innenministeriums NRW in mehreren Polizeibehörden. Zum Thema Sicherheit befragt kam man zu dem Ergebnis, dass die subjektive Furcht vor Kriminalität in der Bevölkerung deutlich größer sei als die tatsächliche Bedrohung.
Kinderunfallkommision als Teil der Ordnungspartnerschaften
Großbildansicht Kinderunfallkommision als Teil der Ordnungspartnerschaften

Drogenszenen, Vandalismus, Graffiti, aggressives Betteln und Angsträume werden als Störungen des persönlichen Ordnungsempfindens empfunden. Die Bevölkerung wünsche sich mehr Kontakt zur Polizei und im allgemeinen mehr Präsenz von Ordnungskräften.

Im Ausgangsjahr 1998 fielen in Brühl vor allem zwei Probleme ins Auge:

  •  jugendliche Rollerfahrer, die sich unorganisiert trafen, laut umherfuhren und kein Angebot im Jugendzentrum wahrnahmen.
  • Eine zentrale Fußgängerunterführung mit allen Merkmalen eines typischen Angstraumes, nämlich dunkel und unübersichtlich.
Die Stadt Brühl richtete als Reaktion auf den Anstoß aus dem Innenministerium noch im gleichen Jahre die Stelle eines Koordinators für kommunale Sicherheit als Stabsstelle beim Bürgermeister ein, um entsprechende Zeichen zu setzen.

Der Koordinator für kommunale Sicherheit wurde der Ansprechpartner für die Polizei in der Stadtverwaltung, parallel wurden konkrete Maßnahmen in Angriff genommen: Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gemeinsame Begehungen von störenden Treffs, damit verbunden eine Ansprache der Jugendlichen sowohl unter dem sozialpädagogischen Aspekt aber auch mit der Alternative, ordnungsbehördlich vorzugehen. Da Jugendliche und Heranwachsende oft mit motorisierten Zweirädern unterwegs sind, galt dieser Gruppe unsere besondere Aufmerksamkeit.

1999 veranstalteten wir einen sogenannten Scooter-Event und ein Jahr später ein Motorradtraining. Durch die Einbindung von ADAC, örtlichen Vereinen und dem TÜV gestaltete die Stadt Brühl eine kreative Ansprache der Jugendlichen, die zur Folge hatte, dass Barrieren und Hemmschwellen abgebaut werden konnten.

Die Situation in der innerstädtischen Unterführung wurde ebenfalls verbessert: mehr Licht wurde installiert, die Decke hell und Graffitis überstrichen, denn eine helle saubere Wand signalisiert Sauberkeit und Sicherheit. Graffitis werden nicht nur in dieser Unterführung möglichst schnell zeitnah überstrichen, um den Tätern keine Gelegenheit zu geben, lange präsent zu sein. Alle Graffitis werden zur Anzeige gebracht. Dadurch erhöhen wir den Verfolgungsdruck und können im Falle einer Festnahme entsprechende Nachweise führen.

Eine der vielen Ordnungspartnerschaften der Stadt Brühl besteht in der Brühler Kinderunfallkommission. Diese wurde im Jahre 2008 vom nordrheinwestfälischen Innenminister persönlich mit dem Landespreis für innere Sicherheit ausgezeichnet.

In den 90iger Jahren musste die Stadt Brühl steigende Zahlen bei den Kinderunfällen zur Kenntnis nehmen. Zur praktischen Arbeit der Brühler Kinderunfallkommission zählt seitdem die Bereisung von Unfallorten, das Analysieren von Unfällen, die Überplanung von Gefahrenstellen im Straßenverkehr, die Prävention durch Aufklärung der Öffentlichkeit und die Mobilitätserziehung in den Schulen.

Schulwegratgeber werden heraus gegeben und ein spezielles Fahrradtraining angeboten. Das erfreuliche Ergebnis in den vergangenen 10 Jahren: Die Zahl der in Brühl verunglückten Kinder ist um rd. 1/3 gesunken und die Tendenz zeigt weiter nach unten.

Zu den Ordnungspartnerschaften gehört ebenfalls der koordinierte Einsatz von Polizei und Politessen vor den Brühler Schulen und bei Fahrradsicherheitschecks sowie bei Kontrollen in der Fußgängerzone.

Im Jahre 2008 wurden zusätzlich mit der Einrichtung eines kriminalpräventiven Rates die Ordnungspartnerschaften weiter institutionalisiert. Damit können noch mehr Themen wie Jugendkriminalität, Fahrraddiebstahl, aber auch Stadtplanung u.a. behandelt und zusätzliche Ordnungspartner eingebunden werden.

Durch die Vernetzung unterschiedlicher Akteure sollen aufgaben- und lagebezogen neue Handlungsperspektiven eröffnet werden. Je stärker bürgerschaftliches Engagement in die kommunale Sicherheitsstruktur eingebunden wird, desto tiefer lässt sich der präventive Ansatz fassen und desto erfolgreicher werden die Bedingungen für Alterskriminalität erschwert bekämpft.

Das Instrument der Ordnungspartnerschaften hat sich in der Stadt Brühl zu vielen Anlässen und in unterschiedlichen Kombinationen bewährt. Ordnungspartner waren und sind hierbei nicht nur unterschiedliche Fachbereiche der Stadtverwaltung und verschiedene Dienststellen der Polizei, sondern auch weitere Institutionen des öffentlichen Lebens, aber je nach Zielsetzung auch Privatpersonen.

Die Mitwirkung in der Breite und in der Tiefe stärkt den Zusammenhalt in der Bevölkerung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls in der Stadt.





Kontakt:

Ordnungspartnerschaften

Herr Bosseler
Uhlstraße 3
50321 Brühl
Telefon: 02232 79 2260
Fax: 02232 79 2261
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