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Kinderarmutsprävention in Brühl

Frei nach dem afrikanischen Sprichwort "Es braucht eine ganze Stadt, um ein Kind gesund und chancengleich aufwachsen zu lassen" ist es der Stadt Brühl wichtig, gemeinsam mit Brühler Bürgerinnen und Bürgern, Geschäftsleuten, Unternehmen und Institutionen für ein gelingendes Aufwachsen aller Brühler Kinder Sorge zu tragen und dabei insbesondere die Eltern zu stärken.

Eltern stärken, Bildung fördern, Chancen eröffnen

Großbildansicht Ein gelingendes Aufwachsen für alle Brühler Kinder! (Quelle: Stadt Brühl)

Damit jedes Kind unabhängig von seiner Herkunft und dem sozialen Status seiner Eltern gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen erhält und uneinschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben und es mitgestalten kann, ist es besonders wichtig, Eltern von Anfang an in ihren Beziehungs- und Erziehungsaufgaben zu stärken und zu unterstützen.

NRW-Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" (bisher "Kein Kind zurücklassen!")

Großbildansicht Logo KEKIZ (Quelle: KEKIZ)

Seit Januar 2017 nimmt die Stadt Brühl an der NRW-Landesinitiative "Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen" (KEKIZ) teil mit dem Ziel, durch den Aufbau einer kommunalen Präventionskette allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft und dem sozialen Status der Eltern gleiche Chancen für ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen.

Die Initiative wird von der neuen NRW-Landesregierung unter dem allgemeineren Titel "Kommunale Präventionsketten" weitergeführt.

Brühl wird sich im Rahmen der Teilnahme bis Ende 2018 schwerpunktmäßig dem Altersbereich bis 6 Jahre mit folgenden Projekten widmen:

  • Projekt "Soziale Balance in Kitas"
  • Projekt "Brühler KidS"
  • Projekt "Übergang Kita / Grundschule"

Kinderarmutsprävention

Als besondere Risikofaktoren für (drohende) Kinderarmut haben sich

  • Bezug von Sozialleistungen
  • Alleinerziehend (Ein-Eltern-Familie)
  • Migrationshintergrund
  • Mehrkinder-Familie herausgestellt.

Insbesondere diese Familien gilt es mit passenden Angeboten zu unterstützen, um die Schutzfaktoren zu stärken, die jede Familie mitbringt und gleichermaßen die Risikofaktoren zu mildern, denen sich jede Familie stellen muss.

Vor diesem Hintergrund hat Brühl begonnen, stadtweit für alle Eltern und Kinder eine Präventionskette aufzubauen.

Präventionskette entlang den Lebensphasen eines Kindes

Großbildansicht Präventionskette (Quelle: Stadt Brühl)

Der Aufbau und die Weiterentwicklung einer kommunalen Präventionskette ist ein wertvolles Instrument, um das Aufwachsen und die Entwicklung eines Kindes von Anfang zu begleiten.

Die Präventionskette orientiert sich an den Lebensphasen eines Kindes von der Schwangerschaft bis zum Einstieg ins Berufsleben und bindet formelle und informelle lokale Institutionen und Personen ein wie

  • Schwangerschaftsberatung
  • Frühe Hilfen
  • Familien- und Erziehungsberatung
  • Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen
  • Grundschulen und Weiterführende Schulen
  • Sozialamt
  • Jugendamt
  • Gesundheitsamt
  • Kinderärzte, Gynäkologen, Allgemeinärzte
  • Jobcenter und Agentur für Arbeit
  • Geschäftsleute und Unternehmen
  • Ehrenamtliches Engagement wie Familienpaten, "wellcome", Vorlesepaten u.a.m.

Projekt "Soziale Balance in Kitas"

Die Begleitforschung von "Kein Kind zurücklassen!" hat gezeigt, dass sich der soziale Status einer Kita auf die Entwicklung eines Kindes auswirken kann.

So spielt es eine Rolle, ob eine Kita größtenteils von Kindern aus eher privilegierten Familien besucht wird oder ob Kinder aus sozial benachteiligten Familien den Schwerpunkt einer Kita-Belegung ausmachen.

Projekt "Brühler KidS"

"Brühler KidS" ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Brühl mit dem Stadtsportverband Brühl e.V. und steht für "Brühler Kinder in den Sportverein".

Die Mitgliedschaft in einem Verein stärkt in besonderer Weise die Entwicklung eines Kindes.

Projekt "Übergang Kita / Grundschule"

Übergänge stellen sogenannte Lebenskrisen im Leben eines Kindes/eines Menschen dar und es gilt, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

In Zusammenarbeit von Brühler Kitas und Grundschulen soll ein Konzept erarbeitet werden, wie der Übergang Kita/Grundschule für jedes Kind gut gelingen kann.

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Projekt "Umfrage für Alleinerziehende"

Die Begleitforschung von "Kein Kind zurücklassen!" hat gezeigt, dass "alleinerziehend" einen Risikofaktor für soziale Benachteiligung darstellt.

Dementsprechend ist es wichtig, auf dieses Modell einer Ein-Eltern-Familie ein besonderes Augenmerk zu legen.

Projekt "Photovoice" - Bildern eine Sprache geben

"Photovoice" - Bildern eine Sprache geben.

Betroffene Menschen fotografieren ihre Lebensumwelt (ihren Stadtteil), werten die Fotos aus und diskutieren das Ergebnis mit dem Ziel, eigenständig Veränderungsprozesse anzustoßen.

Brühler Runder Tisch (gegen) Kinderarmut

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde im Juni 2015 der Brühler Runde Tisch gegen Kinderarmut ins Leben gerufen, der seitdem dreimal getagt hat und zukünftig einmal jährlich stattfinden wird.

Die im Juni 2015 entstandenen Ideen wurden beim 2. Runden Tisch im September 2015 mit bereits vorhandenen Angeboten abgestimmt und zusammengeführt.

Der 3. Runde Tisch im Oktober 2015 diente der Ableitung konkreter Handlungsschritte. Für die Umsetzung wurde die heterogene Teilnehmerschaft in bereichsbezogene Arbeitsgemeinschaften aufgeteilt.

Beim 4. Runden Tisch im Oktober 2016 wurden die unterjährig in den Arbeitsgemeinschaften initiierten Projekte vorgestellt und in das Gesamtkonzept der kommunalen Präventionsarbeit integriert.

Der nächste Runde Tisch findet am 17. Oktober 2017 statt und dient der Reflexion und Weiterentwicklung der Präventionsarbeit.

Großbildansicht Brühler Runder Tisch (gegen) Kinderarmut (Quelle: Stadt Brühl)

Präventions-Angebote in Brühl

Information, Beratung, Begleitung und Unterstützung der Frühen Hilfen und Familienzentren in Brühl





Kinderarmut Prävention

Titelbild_2017_umfrage_alleinerziehende.png

Kontakt:

Wilma Dreßen Schneider
Uhlstraße 3, A106
50321 Brühl
Telefon: 02232 79-4850
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