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Dienstag, 28.02.2017

Keine Gesundheitsgefährdung in der GGS Brühl-Badorf

Raumluftuntersuchung bestätigt bisherige Erkenntnisse

Noch vor den Karnevalstagen hatte die Stadt Brühl zu einem "Runden Tisch" in der Badorfer Schule eingeladen. Neben Vertretern der Stadt Brühl, des Gebäudemanagements, der Schule und der Elternschaft nahmen der Baubiologe Tom Berkefeld sowie Dr. Peter Henzel und Gisela Hück vom Gesundheitsamt teil.

Herr Berkefeld erläuterte die Ergebnisse der von ihm vorgenommenen 33 Raumluftmessungen in der gesamten Schule. Dabei stellte sich heraus, dass fast überall unbedenkliche Werte vorliegen. Lediglich in 3 Klassenräumen ergaben sich leichte hygienische Auffälligkeiten. Bei den hier gefunden Stoffen handelt es sich allerdings nicht um Substanzen aus dem baulichen Umfeld bzw. der Möblierung, sondern um nutzungsabhängige Elemente, die vornehmlich in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, Klebstoffen, Parfüm und Duftölen vorkommen. Dies rührt daher, dass die Räume am Tag der Messung noch genutzt, aber im Hinblick auf die Messung bewusst nicht gelüftet wurden.

Die Vertreter des Gesundheitsamtes wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass grundsätzlich bei der Bewertung der Messergebnisse zu berücksichtigen sei, dass diese aufgrund einer vorher geschaffenen "Worst-Case-Simulation" entstanden seien, d.h. unter möglichst schlechten realitätsfremden Bedingungen. So sei z.B. bei den Staubuntersuchungen im Vorfeld nicht mehr gereinigt und gelüftet worden, um für die Beprobungen auf eine ausreichende Staubmenge zurückgreifen zu können. Man könne daher davon ausgehen, dass die Werte im normalen Gebäudebetrieb noch geringer ausfallen würden.

Dr. Henzel konnte auch die Befürchtungen eines Vaters zerstreuen, dessen Kinder heute nicht mehr die Badorfer Schule besuchen, in der Vergangenheit aber in dem zur Zeit noch geschlossenen Gebäude beschult wurden. Alle hier gefundenen Stoffe lägen nicht in einem toxisch relevanten Bereich und hätten daher und auf Grund Ihrer Stoffcharakteristik keine krebserzeugende Wirkung. Im Übrigen sei der Aufenthalt in der Schule lediglich ein kleiner Mosaikstein im gesamten Lebensumfeld und der alleinige Einfluss von Umweltfaktoren für das Entstehen von Krebserkrankungen laut wissenschaftlicher Untersuchungen ohnehin in der Gesamtschau aller Einflußfaktoren wie Genetik, Ernährung etc. nur äußerst gering.

Auch Schulpflegschaftsvorsitzende Sandra Borges zeigte sich aufgrund der Messergebnisse und der Aussagen des Gesundheitsamtes erleichtert. Sie lobte die umfassende und transparente Information und bat, das Gutachten über die Raumluftmessung wie die bisherigen Unterlagen auf der Homepage zu veröffentlichen. Im Auftrag der Eltern war es ihr wichtig, die Reinigung, die Belüftung sowie den Kehrdienst zu thematisieren. Auch wollte sie wissen, ob sicher sei, dass der neue Boden keine Schadstoffe enthalte. Das städtische Gebäudemanagement bestätigte, dass der neue Boden, die seitens des Bundesinstituts für Risikobewertung empfohlenen Zertifizierungen haben wird und in Abhängigkeit von den Lieferzeiten voraussichtlich noch vor den Osterferien verlegt werde. Nach der Sanierung würden im Übrigen zu Kontrollzwecken erneute Untersuchungen vorgenommen.

Die Reinigung der Klassenräume erfolge nach der hierfür gültigen Din-Norm 77400 und habe sich nicht zuletzt aufgrund der nun vorliegenden Ergebnisse als ausreichend erwiesen. Die Flure und Treppenhäuser würden täglich gereinigt. Schulleiterin Kristina König verwies auf die bestehenden Belüftungspläne, die einen regelmäßigen Luftaustausch sicher stellten. Zu dem aus pädagogischen Gründen eingeführten und an allen Schulen landesweit eingerichteten Kehrdienst stellte Dr. Henzel klar, dass das Kehren ja nicht die Reinigung ersetze, sondern nur grober Dreck entfernt werde, sodass keine Feinstaubbelastung im engeren Sinne entstehe.

Aufgrund der nun vorliegenden Ergebnisse von Staubuntersuchung, Materialbeprobung und Raumluftmessung ergebe sich daher keine Notwendigkeit, den Kehrdienst einzustellen.

Abschließend wurde noch das weitere Vorgehen angekündigt. So trifft sich bereits am 6. März ein Arbeitskreis unter Beteiligung von Gesundheitsamt und Unfallkasse NRW. Hier wird ein Konzept für die Untersuchung der anderen städtischen Schul- und Kita-Gebäude erarbeitet, die dann sukzessive in Angriff genommen wird.

Bitte beachten: Die Verwendung bzw. Verwertung der unten verlinkten Gutachten ist nur durch die Stadt Brühl zulässig. Die Berichte werden nur zur Einsichtnahme auf der Homepage der Stadt Brühl zur Verfügung gestellt.





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